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Landkreis Göppingen - Region ist Vorreiter beim Qualitätsmanagement von Notfalleinsätzen

08.02.2019 16:03 Uhr

Pressemitteilung des DRK-Kreisverbands Göppingen; Margit Haas:

Landkreis Göppingen kann sich auf schnelle Notfallversorgung verlassen

Region ist Vorreiter beim Qualitätsmanagement von Notfalleinsätzen

Die Bevölkerung des Landkreises Göppingen kann sich auf eine schnelle und gute Versorgung im Notfall verlassen. So lautet das Fazit des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst im Landkreis Göppingen, der vor wenigen Tagen aktuelle Einsatzzahlen vom SQR-BW vorgestellt bekam. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich die „Stelle zur trägerübergreifenden Qualitätssicherung im Rettungsdienst Baden-Württemberg“. Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat sich diese Initiative zu einer unverzichtbaren Institution entwickelt, die es sich im Sinne der Qualitätssicherung auf die Fahne geschrieben hat, Notarzteinsätze landesweit zu dokumentieren, auszuwerten und letztlich zu vergleichen.

„Wir stehen gut da“, unterstreicht Prof. Dr. Matthias Fischer, Leiter der Klinik der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie an den Göppinger Alb-Fils-Kliniken und u. a. stellv. Vorsitzender des DRK im Landkreis Göppingen.

„Jeder Einsatz ist ein Datensatz, der sich in unseren Statistiken wiederfindet“, erläutert Fischer. Deshalb sei es so wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notarzt- und Rettungsdienste sämtliche Schritte und Behandlungen, die sie während eines Notfalleinsatzes durchführen, sehr sorgfältig dokumentieren. Diagramme zeigen z. B., wie viele Standardmonitorings durchgeführt wurden, ob EKGs gemacht oder der Blutdruck gemessen wurde. Es lässt sich u. a. auswerten, wie oft die Rettungsdienste im Landkreis zu Herzinfarkten gerufen wurden und ob eine leitliniengerechte Infarkttherapie durchgeführt wurde. Die erhobenen Daten aus dem Landkreis Göppingen werden dann mit den anderen Landkreisen in Baden-Württemberg verglichen.

Vorreiter dieses Qualitätsmanagementsystems war seinerzeit die Klinik am Eichert mit Dr. Martin Messelken. „Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die heutzutage landesweit angewendeten Standards hier mitentwickelt wurden“, erläutert Prof. Dr. Matthias Fischer.

Zweimal im Jahr wird das aktuelle Zahlenwerk allen verantwortlichen Organisationen im Rettungsdienst zur Verfügung gestellt. Das so entstandene Ranking dient den Rettungsdiensten als Orientierung und gibt Anreize, sich weiter zu verbessern“, verdeutlicht Fischer. Dabei helfen auch die monatlichen Treffen aller Hilfsorganisationen und der Notärzte. „Hier besprechen wir Abläufe zu bestimmten Notfallbildern und verbessern sie ständig“, so Gerhard Ritz, stellvertretender Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Kreis Göppingen.

Das umfangreiche Datenmaterial erlaubt zudem Rückschlüsse, die eine Grundlage für die weitere Entwicklung der Rettungsdienste bilden. „Regelmäßig wird darüber im Bereichsausschuss für das Rettungswesen berichtet“, sagt DRK-Geschäftsführer Alexander Sparhuber. Diesem Ausschuss gehören Krankenkassen und Hilfsorganisationen an. Hier werden Grundsatzentscheidungen getroffen – also, wo werden Rettungswachen gebaut, welche Rettungsfahrzeuge werden vorgehalten und wie werden sie ausgestattet.

„Mit dem SQR-BW haben wir eine Struktur aufgebaut, die vermutlich einzigartig in Europa ist“, stellt Prof. Dr. Fischer stolz fest. Sie ist das Ergebnis „eines langjährigen und vertrauensvollen Zusammenspiels aller Beteiligten und kein Zufallsprodukt“.

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