Kurznews
Landkreis Göppingen - Katholischen Arbeitnehmer Bewegung und netzwerk arbeitSwelt reagieren mit Sorge auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Region

07.08.2019 09:46 Uhr

Pressemitteilung KAB Regionalsekretariat Göppingen netzwerk arbeitSwelt; Ute Weber-Steinbach:

Bezirksvorstand der „Katholischen Arbeitnehmer – Bewegung Bezirk Hohenstaufen“ und das netzwerk arbeitSwelt reagieren mit Sorge auf die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Göppingen
„Falsche Wirtschaftsentscheidungen werden auf den Rücken der Beschäftigten ausgetragen“

Mit großer Sorge reagieren der Bezirksvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bezirk Hohenstaufen und die katholische Betriebsseelsorge des Dekanats auf die aktuelle Wirtschaftsentwicklung im Landkreis Göppingen.

Die geplanten Stellenstreichungen bei den Firmen WMF, SCHULER, FYSAM (ehemals SAM automotive und BINDER in Böhmenkirch) sowie die Werksschließung von AQUA RÖMER bedeuten nichts Gutes für die Beschäftigten im Kreis Göppingen. Es deutet sich hier eine Kettenreaktion an, die noch weitere Betriebe erfassen könnte.

Die Notwendigkeit von Entlassungen oder gar ganzen Betriebsschließungen sollte immer erst als Utima Ratio angewandt werden, um nicht zum Schluss das Ganze zu gefährden.

Hier sieht es jedoch so aus, dass, wie schon oft in der Vergangenheit, der kurzfristige Managementgewinn wichtiger ist, als frühzeitig über mögliche Alternativen nachzudenken.

„Deutsche Arbeitgeber profitieren sehr oft davon , wenn sie es schaffen, vertrauensvoll mit ihrem Betriebsrat zusammen zu arbeiten“, ist sich Àkos Csernai-Weimer, Regionalsekretär der KAB im Kreis Göppingen sicher.

Diese Möglichkeit ist bei den meisten Betrieben, die jetzt den großen Personalabbau planen, augenscheinlich nicht genutzt worden.

„Dabei gibt es in den jeweiligen Gremien genügend Fachleute, die „ihren Betrieb“ sehr gut kennen und oftmals über gutes Know How verfügen“, resümiert der Regionalsekretär. „Und nur im Zusammenwirken der Beschäftigten, der Fachleute, der Arbeitnehmervertretungen und den Geschäftsleitungen lässt sich das bestmögliche Ergebnis für alle Beteiligte erzielen“, ergänzt Diakon Norbert Köngeter.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung im Bezirk Hohenstaufen und die Betriebsseelsorge werden die Entwicklung genauestens beobachten und alle ihre Möglichkeiten nutzen, um den örtlichen Betriebsrätinnen und Betriebsräten hilfreich zur Seite zu stehen; dies schließt die Zusammenarbeit mit der örtlichen Politik selbstverständlich mit ein!

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