Kurznews
Landkreis Göppingen - Weitere Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe

11.02.2019 09:38 Uhr

Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di:

Ab Dienstag Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe

Ab Dienstag ruft ver.di Busfahrerinnen und Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg zum Warnstreik auf. Nach Arbeitsniederlegungen im Raum Heidenheim am Dienstag folgen am Mittwoch Beschäftigte in Reutlingen, Tübingen, Göppingen und Geislingen sowie Karlsruhe. Weitere Warnstreiks werden derzeit vorbereitet. Die Gewerkschaft wird jeweils mindestens zwei Tage vorher informieren. Die Warnstreiks finden ganztägig statt.

Andreas Schackert, ver.di Verhandlungsführer: „Die Arbeitgeber behaupten, ein Fahrer verdiene bis zu 4.000 Euro brutto. Sie verschweigen, dass dies selbst in der höchsten Lohngruppe nur mit etlichen Nacht- und Sonntagsschichten oder über 50 Überstunden im Monat möglich ist. Ohne Extraschichten und Überstunden lassen sich selbst die 3.000 Euro nicht knacken.“

ver.di will mit dieser zweiten Warnstreikwelle deshalb den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde deutlich erhöhen, um die „noch nötige“ Bewegung in die Gespräche zu bringen.

Schackert: „Wir nehmen die Arbeitgeber beim Wort. Mit bis zu 4.000 Euro brutto im Monat bei Einhaltung der tarifvertraglichen Arbeitszeit können wir sofort einen Abschluss machen. Dazu sind wir jederzeit gesprächsbereit.“

Seit 31. Januar hatten in den Regionen Göppingen und Geislingen, Tübingen, Schorndorf, Waiblingen und Backnang, sowie Reutlingen, Heilbronn, Schwäbisch Hall, Ellwangen, Ludwigsburg und Böblingen Beschäftigte jeweils für einen Tag die Arbeit niedergelegt.
In der zweiten Verhandlungsrunde am vergangenen Donnerstag hatte der WBO 5,8 Prozent in drei Stufen bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten. Damit würde sich der Lohnanstand zum kommunalen Nahverkehr vergrößern statt verkleinern.

In der Lohnrunde für das private Omnibusgewerbe zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband von Baden-Württemberg WBO fordert die Gewerkschaft 5,8 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit, der Abstand zum Tarifvertrag des kommunalen Nahverkehrs (TV-N) soll spürbar verringert werden. Betroffen sind von den Verhandlungen rund 9.000 Beschäftigte der privaten Omnibusunternehmen in ganz Baden-Württemberg. Eine dritte Verhandlungsrunde wurde für den 18. Februar vereinbart.

Die Warnstreiks finden ganztägig statt.

Ablauf für Reutlingen/Tübingen
Alle Streikenden kommen ab 8:00 Uhr in das Streiklokal

Von 8:30-10:30 Uhr Streikgelderfassung (alle Schichten)

11:30 Uhr Aufstellung für den Demo Zug ab FranzK (Die Reutlinger und Tübinger kommen zusammen nach Reutlingen)

12:00 Uhr Kundgebung auf dem ZOB (Andreas Schackert Verhandlungsführer von ver.di ist Hauptredner)


Ablauf für Göppingen/Geislingen
Die Streikenden kommen in das Streiklokal

ab 07 Uhr bis 08:30 Uhr OVG Göppingen - Betriebsgelände der OVG

ab 09 Uhr bis 10:30 Uhr Sihler Geislingen- Betriebsgelände Sihler


Folgende Unternehmen sind aufgerufen:

RSV Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft mbH
Hogenmüller und Kull Co. KG
RSV Service GmbH
Lutz Wilhelm Omnibusverkehr GmbH
Steinmeier und Aberle & Co. Omnibusverkehr
SVT Stadtverkehr Tübingen
Omnibusverkehr Tübingen Jakob Kocher GmbH
Omnibusverkehr Göppingen OVG
Bliederhäuser GmbH & Co. KG
Sihler GmbH Omnibusverkehr, Geislingen
Frank & Stöckle Omnibusverkehr – Reisen
WBG Württembergische Bus-Gesellschaft, Neuffen

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