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Göppingen - Auszeichnung "Bündnis des Monats"

12.03.2019 11:50 Uhr

Pressemitteilung der Stadt Göppingen; Dejan Birk-Mrkaja:

Bündnis für Familie Göppingen ist „Bündnis des Monats“

Das Lokale Bündnis für Familie Göppingen setzt sich für eine familienfreundliche, integrationsstarke und seniorengerechte Kommune ein. Eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle hat das Göppinger Bündnis für Familie als „Bündnis des Monats März 2019“ ausgezeichnet.

Im Juli 2006 hat sich das Lokale Bündnis für Familie in Göppingen mit dem Ziel gegründet, die Interessen der Familien vor Ort zu vertreten. „Wir setzen uns dafür ein, dass das Klima in unserer Stadt von Respekt und Toleranz und mitmenschlicher Anteilnahme geprägt ist. Wir wollen das Miteinander betonen, nicht das Gegeneinander“, sagt Walter Scheck, Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins Lokales Bündnis für Familie Göppingen. Das Bündnis für Familie steht unter der Schirmherrschaft der Ersten Bürgermeisterin Almut Cobet. Sie betont die Bedeutung des Vereins: „Das Bündnis für Familie ist eine wichtige Säule auf dem Weg zur sozialen Gerechtigkeit. Mit großem Engagement hält es unterschiedliche Projektgruppen mit vielen interessanten Angeboten für alle Generationen vor“, erklärt Almut Cobet. „Damit leistet das Bündnis einen großartigen Beitrag für den Zusammenhalt und das Zusammenleben in Göppingen. Darüber sind wir sehr froh und überaus dankbar.“ Finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung der Vorhaben erhält das Bündnis durch regelmäßige Spenden verschiedener Unternehmen wie der Sparkasse und der Volksbank. Darüber hinaus legt Walter Scheck großen Wert auf gute Kontakte zur kommunalen Verwaltung: „Was wir als Bündnis leisten, ist ja auch eine öffentliche Aufgabe. Deswegen ist es wichtig, im städtischen, öffentlichen Leben verankert zu sein und Verbündete zum Beispiel im Gemeinderat zu haben.“

Patenschaften – Unterstützung vor Ort

Die persönliche Begleitung von Familien macht den wichtigsten Teil der praktischen Bündnis-Arbeit aus. Knapp 50 Paten verbringen einen oder mehrere Nachmittage in der Woche bei Familien, meist mit Alleinerziehenden, um sie im Alltag zu unterstützen. Sie gehen zum Beispiel mit den Kindern in den Zoo, helfen bei den Hausaufgaben oder füllen mit den Eltern wichtige Formulare. Zwanzig dieser Paten sind speziell dafür ausgebildet, Familien mit Migrationshintergrund in der jeweiligen Muttersprache zu begleiten und erklären beispielsweise die Besonderheiten des Schulsystems. Seniorenbegleiterinnen und -begleiter besuchen ältere Menschen zu Hause, unterhalten sich mit ihnen, musizieren gemeinsam und leisten ihnen einfach Gesellschaft.

Ein Erlebnistag für die ganze Familie

Alle zwei Jahre organisiert das Bündnis die Göppinger Familienmesse. Die Besucherinnen und Besucher können sich über das Angebot der lokalen Sportvereine für Kinder und Jugendliche informieren, lernen Institutionen wie die Pfadfinder oder die SOS Kinder- und Jugendhilfe kennen oder kommen mit den Familienpaten des Bündnisses ins Gespräch. Für Kinder bietet die Messe ein buntes Mitmachangebot.

Wettbewerb „Fit für Familien“

Mit dem Preis „Fit für Familien“ zeichnet die Projektgruppe „Familienfreundliche Betriebe“ alle zwei Jahre Unternehmen aus, die sich für familienfreundliche Arbeitsbedingungen einsetzen. Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind zum Beispiel, flexible Arbeitszeiten oder, dass Eltern bei Krankheit eines Kindes zu Hause bleiben können. Werden darüber hinaus Familientage angeboten, oder gibt es die Möglichkeit, Kinder mit in die Kantine zu nehmen? Für Walter Scheck ist es wichtig, dass die Firmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen: „Unternehmen sind Teil unserer Gesellschaft und haben eine soziale Verantwortung. Und sie profitieren ja auch davon, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Gefühl haben verstanden zu werden.“

Hintergrund

Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Derzeit engagieren sich rund 19.000 Akteurinnen und Akteure, darunter circa 7.900 Unternehmen, in etwa 8.000 Projekten. Rund 620 Lokale Bündnisse sind in der Initiative aktiv. Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wird im Rahmen des Programms „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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