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Göppingen - „Jagd ist besser als Massentierhaltung“

28.10.2019 13:48 Uhr

Pressemitteilung Kreisjägervereinigung Göppingen; Margit Haas:

„Jagd ist besser als Massentierhaltung“

Eine besondere Spiritualität zeichnet die ökumenischen Hubertusgottesdienste der Kreisjägervereingung Göppingen aus.

„Die Hubertusmesse ist für uns etwas Besonderes in unserem Jahreskreis“, freute sich Matthias Wittlinger am Samstagabend in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Weißenstein, als er den Jungjägern ihre von der Künstlerin und Jägerin Anneliese Hermes gestalteten Jägerbriefe nach bestandener Prüfung überreichtet.

„Sie übernehmen wie wir alle Verantwortung im Umgang mit der Natur“, so der Kreisjägermeister.

Er bedankte sich insbesondere bei den beiden Bläsergruppen, die dem Hubertusgottesdienst immer einen besonderen musikalischen Rahmen geben.

Und so waren wieder zahlreiche Menschen bereits zum jaglichen Ständchen gekommen, zu dem die Jagdhornbläser unter Leitung von Joachim Rau vor dem Gottesdienst eingeladen hatten und bei dem auch der „Jäger aus Kurpfalz“ nicht fehlen durfte. Musikalisch gestalteten die Feier die Parforcehornbläser unter der Leitung von Berndt Schuhmacher.

Gemeinsam mit seiner evangelischen Kollegin Yasna Crüsemann feierte der katholische Priester Carsten Wagner die ökumenische Feier. „Auch für uns Evangelische ist der Heilige Hubertus eine interessante Person, hat er doch durch ein außergewöhnliches Naturerlebnis zum Glauben gefunden, so die Pfarrerin in der vollbesetzten und reich geschmückten Pfarrkirche. „Wie er, müssen wir der Schöpfung mit Achtung und Respekt begegnen und das Wohl von Menschen und Tieren im Blick haben.

Wie viele Redewendungen aus der Jäger- sich in der Umgangssprache wiederfinden, daran erinnerte Carsten Wagner. „Oder wer hat noch nie einen Bock geschossen?“ Er bedauerte, dass in der modernen Gesellschaft „der Bezug zur Natur weitgehend verloren gegangen ist. Jagd ist aber natürlicher als Massentierhaltung“, bekräftigte der Seelsorger. „Jäger gehen zu-dem gut mit der Schöpfung um.“

Das müsse für alle gelten. „Wir jagen durch unseren Alltag und folgen nicht selten einer falschen Fährte.“ Jagd sei nicht Eile, Hast oder Schnelligkeit, sondern „Geduld, Ruhe und Ausdauer“. Er erinnerte an den Schutzpatron der Jäger, den Heiligen Hubertus, und forderte alle Gottesdienstbesucher auf, „die Schöpfung in seinem Geiste zu betrachten“.

(Foto: Kreisjägervereinigung Göppingen)

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