Kurznews
Göppingen - Damit keine Langeweile aufkommt!

21.04.2020 15:01 Uhr

Vom Tanzvideo bis zur virtuellen Welt – nach dem Motto „Jede und jeder für sich und doch zusammen!“ bieten die Göppinger Jugendtreffs kreative Online-Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an.

„Wie überall entstehen derzeit auch in Göppingen kreative Angebote, um die Zeit des ‚Social Distancing‘ zu überbrücken“, freut sich die Jugendkoordinatorin der Stadt Göppingen, Rebecca Zabel. So bieten die Mitarbeiterinnen der SOS-Jugendtreffs in Göppingen ab sofort digitale Treffs für Kids und Jugendliche an, und zwar für Kinder immer dienstags und donnerstags zwischen 11 und 13 Uhr unter zoom.us sowie für Jugendliche immer dienstags und donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr unter zoom.us. Zu den angegebenen Zeiten können sich Kinder und Jugendliche mit dem eigenen Handy, Tablet, Laptop oder Computer miteinander und mit den Pädagoginnen des Kinder- und des Jugendtreffs virtuell verbinden.

Auch die BruderhausDiakonie passt sich der Situation an und sucht neue Wege mit ihren Angeboten in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit. Denn Jugendarbeit ist für viele junge Menschen sehr wichtig: Kreativität, spielen, lachen und lernen, aber auch Informationen und Beratung und natürlich zuallererst Begegnung und Gemeinsamkeit – das alles erleben Jugendliche in Jugendhäusern, Jugendtreffs und in den Angeboten der Mobilen Jugendarbeit. Durch Digitale Jugendhäuser (angelehnt an eine Idee der AGJF in Sachsen) will die BruderhausDiakonie trotz #stayathome ein möglichst breites Spektrum dieser Angebote zur Verfügung stellen. Oberstes Ziel dabei ist, Gemeinschaft zu schaffen trotz sozialer Distanzierung. Auf der Internetplattform wechange.de informiert die BruderhausDiakonie Jugendliche über Angebote, aber auch, wo sie im Fall der Fälle Hilfe finden oder selbst helfen können. Zur Kommunikation und für gemeinsame Erlebnisse sind soziale Medien wie Instagram das Mittel der Wahl. Virtuelle Jugendtreffs oder Workshops werden über die Plattform WebEx angeboten. “Niemand soll auch in dieser Situation das Gefühl haben, alleine zu sein“, so Harald Maas, Bereichsleiter der BruderhausDiakonie. Unter www.wechange.de/group/digitale-jugendhaeuser-im-landkreis-goep/ finden sich Angebote der Offenen und Mobilen Jugendarbeit der BruderhausDiakonie, und alle Infos zur Mobilen Jugendarbeit Göppingen gibt es unter www.wechange.de/project/mobile-jugendarbeit-goeppingen und unter @Mobile_Jugendarbeit_Goeppingen auf Instagram.

Ein erstes gelungenes Beispiel ist das Tanzprojekt #stayathome, das Susanne Köber von der Mobilen Jugendarbeit Göppingen in Zusammenarbeit mit Manu Kailer vom Tanzkraftwerk initiiert hat. Die Gesichtsmasken der Jugendlichen sprechen eine klare Botschaft: „We stay apart so we can stop the pandemic together!“ Unter dem Motto „Jeder für sich und doch zusammen“ entstand aus vielen kleinen Videoclips ein gemeinsames Tanzvideo, das auf dem Instagram-Kanal der Mobilen Jugendarbeit zu sehen ist: instagram.com/mobile_jugendarbeit_goeppingen. Weitere Ideen, wie ein virtueller Poetry Slam, in Kooperation mit Gernot Zöller vom CVJM/Club Bambule, und ein Online Masken-Nähkurs sind bereits in Arbeit.

Der Jugendtreff Faurndau, eine Außenstelle des Göppinger Jugendheim e.V., schlägt ebenso neue Wege ein. Weil sich wegen der Kontaktbeschränkungen nicht mehr als zwei Personen treffen dürfen, ließen sich die Verantwortlichen des Jugendtreffs Faurndau etwas Neues einfallen, um mit ihren Jugendtreff-Besucher/-innen im Kontakt zu bleiben: Jugendliche und Mitarbeiter treffen sich jetzt virtuell über einen Teamspeak Server. Auf diesem Server unterhalten sie sich, chatten miteinander und haben einfach auch nur Spaß zusammen. „Es ist wichtig, das Gefühl der Gemeinschaft nicht zu verlieren. Man kann zusammen chillen, aber auch ernste Beratungsgespräche führen, wenn jemand ein Anliegen hat“, so Tobias Lutteroth, der Leiter des Faurndauer Jugendtreffs. Unter seiner Anleitung bauten sich die Jugendlichen auf dem eigens dafür installierten Mine-craft Server eine eigene virtuelle Welt, in der zum Beispiel das Leben unter verschiedenen Regierungsformen simuliert werden kann. Dies regt die Jugendlichen zum intensiven Austausch über politische Fragen an. Über den Teamspeak Server werden virtuelle Fußball-Turniere oder Autorennen veranstaltet. Oder es wird sich darüber ausgetauscht, welche Filme und Serien man „unbedingt gesehen haben muss“! Weil auch das Wissen nicht auf der Strecke bleiben soll, bietet Lutteroth verschiedene Lernangebote an: So war das Ziel eines Grafikworkshops verbunden mit einem Wettbewerb „Wer macht den besten Entwurf für ein Werbeschild für den Jugendtreff“? Naheliegend war auch der Kurs „Wie verwalte ich einen Gameserver“, und „ganz wichtig“, so der Faurndauer Jugendtreffleiter, „ist es, in Gesprächen immer wieder darüber aufzuklären, welche Gefahren in der virtuellen Welt lauern, wie Jugendliche sich sicher im Netz bewegen können und dabei immer gut im Blick haben, welche Informationen den soziale Plattformen wie WhatsApp, Facebook, Instagram am besten nicht anvertraut werden sollten“.

(Quelle: Stadt Göppingen/ Olaf Hinrichsen)

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