Kurznews
Ebersbach - Getöteter Opfer eines Familiendramas ?

28.12.2020 11:35 Uhr

Nach dem Tod eines 26-Jährigen vergangenen Montag in Ebersbach an
der Fils stehen jetzt der Bruder und die Lebenspartnerin des Getöteten unter
schwerem Verdacht. Beide sind in Untersuchungshaft.

Wie berichtet, wurde der 26-Jährige am Montag vor Weihnachten gegen 18 Uhr
während eines Spaziergangs in Ebersbach/Fils getötet. Auf einem Schotterweg an
der Fils hätten sich zwei Unbekannte genähert, schilderte die Lebenspartnerin
des 26-Jährigen, welche mit diesem nach islamischem Recht verheiratet war,
später gegenüber der Polizei. Sie schlugen auf den 26-Jährigen ein, sagte die
Frau den Ermittlern. Danach seien die unbekannten Täter geflüchtet. Der
26-Jährige starb noch am Tatort.

Die Polizei leitete sofort eine Fahndung und intensive Ermittlungen ein. Sie
bildete eine Sonderkommission, um die Tat aufzuklären. Die Polizeikräfte suchten
die Umgebung um den Tatort intensiv nach Spuren ab. Die Obduktion an der Leiche
ergab, dass der Mann durch massive Gewalt gegen den Kopf verstorben ist.

Die intensiven Ermittlungen der Polizei dauerten auch über die Feiertage an. Im
Zuge dieser Ermittlungen ergab sich ein Verdacht gegen die Lebenspartnerin des
Getöteten und dessen Bruder, worauf vom zuständigen Richter am Amtsgericht
Durchsuchungsbeschlüsse erlassen wurden. Deshalb durchsuchte die Polizei am
Samstag die Wohnung des Getöteten und seiner Lebenspartnerin, in der auch dessen
Bruder wohnte. Außerdem durchsuchte die Polizei eine Wohnung im Ostalbkreis,
wohin die Frau einen Bezug hatte. Bei der Durchsuchung stellte die Polizei
verschiedene mutmaßliche Beweismittel sicher. Deren Auswertung dauert derzeit
noch an. Auf Antrag der Ulmer Staatsanwaltschaft erließ die zuständige Richterin
am Amtsgericht einen Haftbefehl gegen die 30-jährige deutsche Lebenspartnerin
und den 25 Jahre alten pakistanischen Bruder des Getöteten. Die Beiden befinden
sich jetzt in Justizvollzugsanstalten.

Die Ermittlungen zum Motiv der Tat dauern derzeit noch an. Dieses vermuten die
Ermittler derzeit im familiären Bereich.

(Foto: SDMG)

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