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Geislingen - Kaiser Brauerei: Fassbier retten mit besonderer Verkaufsaktion

17.02.2021 11:30 Uhr

„Gefährdete Bierarten“ retten – und genießen

Der Lockdown ist verlängert – die Gastronomie bleibt zu. Und damit bleiben auch die Zapfhähne in den Kneipen trocken. Erneut ist in den Brauereien dadurch Fassbier übrig, das abzulaufen droht. Die Geislinger Kaiser Brauerei will mit einer regionalen Verkaufsaktion diese „gefährdeten Bierarten“ retten – und gleichzeitig die Lieblingskneipen der Kunden unterstützen.

Um die Vernichtung von Fassbier zu verhindern, das aufgrund der anhaltend geschlossenen Gastronomie übriggeblieben ist, hat die Geislinger Kaiser Brauerei eine besondere Verkaufsaktion ins Leben gerufen: Der Kneipenbeutel aus Bio-Baumwolle beinhaltet neben Fassbier, das frisch in vier Liter-Bügelflaschen abgefüllt wird, zwei original Kaiser-Gläser, Bierdeckel sowie einen Orderblock. „Wir wollen unser übriggebliebenes Keller-Pils und Winterbier nicht in den Abfluss schütten. Weil Sonderverkäufe, wie unsere vor Weihnachten durchgeführte Bier-Drive-In-Aktion, aufgrund der aktuellen Hygieneschutzbestimmungen aber nicht mehr durchgeführt werden können, musste eine andere Lösung her“, sagt Geschäftsführer Christoph Kumpf. Braumeister Max Meusel fährt fort: „Unser Verkaufsleiter Martin Käppeler kam auf die rettende Idee, das gefährdete Fassbier zu unseren Kunden zu bringen, wenn sie nicht zu uns kommen dürfen – und ihnen gleich auch ein bisschen Kneipengefühl mitzubringen.“

Ein Liter Freibier pro verkauftem Kneipenbeutel

Der Kneipenbeutel ist im Onlineshop der Kaiser Brauerei erhältlich, ausgeliefert wird er bis zum Ende des Lockdowns immer samstags in einem Umkreis von 40 Kilometern um die Brauerei.16 Die Kunden profitieren nicht nur direkt vom frisch gezapften Bier, sondern sie helfen mit dem Kauf eines Kneipenbeutels gleichzeitig ihren Lieblingsgastronomen. Christoph Kumpf erklärt: „Mit dem Kneipenbeutel möchten wir auch die ‚gebeutelten‘ Kneipen unterstützen. Deswegen spenden wir für jeden verkauften Beutel nach Ende des Lockdowns ein Liter Freibier an die Lieblingskneipe des Kunden.“

Ressourcen erhalten dank kreativer Ideen

Die Kaiser Brauerei ist bekannt dafür, übriggebliebenes Fassbier mit kreativen Ideen vor der Vernichtung zu bewahren. Mit dem Geislinger Gin, gebrannt aus Fassbier, hatte das Unternehmen bereits einen Weg gefunden, seine Übermenge an Fassbier nicht wegleeren zu müssen, das aufgrund des Lockdowns im Frühjahr 2020 abzulaufen drohte. Auch der vor Weihnachten 2020 etablierte Bier-Drive-In half, die „gefährdete Bierart Fassbier“ zu erhalten – rund 1500 Liter konnten so gerettet werden.



(Quelle & Bild: Kaiser Brauerei GmbH)

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