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Region - Mainacht in Zeiten von Corona / Die Polizei nimmt auch die Eltern in die Pflicht

27.04.2021 14:22 Uhr

Region - Mainacht in Zeiten von Corona / Die Polizei nimmt auch die Eltern in die Pflicht.

Ulm (ots) - Traditionell machen sich Kinder und Jugendliche in der Nacht zum 1.
Mai auf den Weg, um ihren Mitmenschen Streiche zu spielen. Ein Scherz tut keinem
weh. Daher ist gegen wohl überlegte und originelle Maischerze auch nichts
einzuwenden, sagt die Polizei. Doch was einst originell und witzig erschien, ist
heute vielen zu langweilig. Stattdessen werden die Scherze zu Straftaten und der
Alkoholmissbrauch nimmt zu. Im vergangenen Jahr kam es zu folgenden Vorfällen in
der Region: (BC) In Laupheim nahmen zwei Jugendliche Verkehrsschilder mit. Dabei
wurden sie von Zeugen beobachtet. Die Polizei kam und nahm einen der beiden
fest. Das Verkehrszeichen, das er dabei hatte, wurde zunächst sichergestellt und
anschließend wieder zurückgebracht.

(GP) Im Landkreis Göppingen waren Schmierfinken unterwegs. Gebäude in Göppingen
und Rechberghausen wurden durch Unbekannte beschädigt. Sie besprühten die Wände.
Für die Entfernung der Graffitis war eine Spezialfirma notwendig.

(HDH) Im Landkreis Heidenheim montierten Scherzbolde im letzten Jahr bei
mehreren Gemeinden die Ortsschilder ab. Anschließend vertauschten sie sie
untereinander. Für die betroffenen Kommunen ein großer Aufwand, die Ortsschilder
wieder an den ursprünglichen Standorten anzubringen.

(UL) Einen provisorischen Kreisverkehr bauten Unbekannte in Eggingen ab. Die
Bauteile warfen Sie anschließend in den Straßengraben. Glücklicherweise
resultierte dadurch kein Unfall. Die Straßenmeisterei musste anrücken und den
Kreisverkehr wiederaufbauen.

Die Polizei mahnt: Die Nacht zum 1. Mai ist kein "Ausnahmetag". Schon gar
keiner, an dem die Polizei ein Auge zudrückt. Ganz im Gegenteil: Wie jedes Jahr
wird sie verstärkt unterwegs sein. Neben Jugendschutz und Verkehrskontrollen
wird sie dabei auch die Einhaltung der "Corona-Regeln" überwachen. Nach der
aktuell gültigen Corona-Verordnung dürfen sich so maximal zwei Jugendliche, die
nicht in einem Haushalt leben, treffen und um die Häuser ziehen. Außerdem
besteht in der Zeit von 22 bis 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung. Der Aufenthalt
außerhalb der eigenen Wohnung ist dann nur noch mit triftigen Gründen erlaubt.
Verstöße stellen Ordnungswidrigkeiten dar und ziehen ein Bußgeld nach sich. Die
Polizei appelliert daher an die Eltern und Erziehungsberechtigten: Besprechen
Sie mit Ihren Kindern, was erlaubt ist und was nicht. Zeigen Sie die Folgen
falschen Verhaltens auf und sensibilisieren Sie vor allem im Hinblick auf die
Beschränkungen und deren Sinn. Aber auch darauf, was gefährlich ist. Die Polizei
hofft, dass in der kommenden Mainacht vor allem Vernunft herrscht, keine Schäden
zu beklagen sind und die eine oder andere gute Idee - im Rahmen des Erlaubten -
zur Ermunterung aller beiträgt. Denn es sei durchaus erlaubt, andere zum Lachen
zu bringen. Aber ein guter Spaß sei es nur, wenn alle lachen können, sagt die
Polizei. Die Polizei wünscht allen einen guten Start in den Mai ohne böses
Erwachen am Folgetag.

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