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Göppingen - In Göppingen haben mehr als zehn Prozent der Kinder Kreidezähne

29.07.2021 12:28 Uhr

In Göppingen haben mehr als zehn Prozent der Kinder Kreidezähne

Quote liegt 31 Prozent über dem Landesdurchschnitt

Göppingen, 29. Juli 2021 – Kreidezähne sind nach Karies die bedeutendste Zahnerkrankung bei Kindern. Laut BARMER-Zahnreport sind in Baden-Württemberg 7,7 Prozent der 6- bis 9-Jährigen betroffen. Das wären fast 28.000 Kinder. In Göppingen ist die Betroffenenquote mit mehr als zehn Prozent deutlich höher. „Tatsächlich dürften aber noch mehr Kinder Kreidezähne haben. Denn diese Zahnkrankheit ist irreversibel, wer sie einmal hat, hat sie für immer. Sie kommt also auch bei Älteren vor“, sagt Josef Mayer, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Göppingen. Auch im angrenzenden Alb-Donau-Kreis, im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim hätten vergleichsweise viele Kinder Kreidezähne. In Baden-Württemberg habe man eine Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, so der Fachbegriff für Kreidezähne, am häufigsten bei Kindern aus Ulm festgestellt (12,2 Prozent). Heilbronn weise den landesweit niedrigsten Wert aus. Dort hätten laut BARMER-Zahnreport 3,9 Prozent der Kinder Kreidezähne. „Diese regionalen Unterschiede können wir nicht erklären. Aus Sicht der Wissenschaft dürfen sie aber auch nicht überinterpretiert werden“, so Mayer.

Zusammenhang von Antibiotika und Kreidezähnen

Bei Kreidezähnen ist die Mineralisation des Zahnschmelzes gestört. Die Zähne sind verfärbt und fleckig, sie sind oft schmerzempfindlich und so weich, dass sie schließlich bröckeln. Meistens sind die bleibenden Backen- und Schneidezähne betroffen. Über die Ursachen wird viel diskutiert. Den Ergebnissen des BARMER-Zahnreports zur Folge gibt es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antibiotika und der Entstehung von Kreidezähnen. Kindern mit Kreidezähnen wurden in den ersten vier Lebensjahren gut zehn Prozent mehr gängige Antibiotika verordnet als Gleichaltrigen ohne Kreidezähnen. Wie genau Antibiotika die Entstehung von Kreidezähnen fördern, sei noch unklar. Fakt ist aber, dass die Zähne schon geschädigt sind, bevor sie durchbrechen. Das macht eine Prävention nahezu unmöglich. Mayer: „Ernährung und Mundhygiene haben keinen Einfluss auf die Entstehung von Kreidezähnen. Die Eltern der betroffenen Kinder haben bei der Zahnpflege der Kleinen also nichts falsch gemacht.“

(Quelle: Pressestelle der BARMER Baden-Württemberg )*
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