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Region - Ab Montag wieder Streiks im privaten Omnibusgewerbe

09.09.2021 14:10 Uhr

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - Bezirk Fils-Neckar-Alb

Ab Montag wieder Streiks im privaten Omnibusgewerbe

Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg ruft ver.di ab Montag, den 13. September nächster Woche zu Streiks auf. Die Gewerkschaft hatte bereits vor dem Beginn der Sommerferien nach erfolgreicher Urabstimmung und Streikverzicht vor der anschließenden sechsten ergebnislosen Verhandlungsrunde den Arbeitgebern, dem WBO, angekündigt, den unterbrochenen Arbeitskampf wiederaufzunehmen. Aufgerufen sind zunächst Beschäftigte in rund zwanzig Betrieben aus ganz Baden-Württemberg. Hauptstreiktag ist der Dienstag, in vielen Betrieben wird auch am Montag und Mittwoch gestreikt. Am Dienstag, den 14. September startet in Stuttgart um zehn Uhr ein Demozug am Gewerkschaftshaus, Kundgebung ist gegen elf Uhr am kleinen Schlossplatz. Erwartet werden Streikende aus ganz Baden-Württemberg.

Hanna Binder, ver.di Verhandlungsführerin: „Die unbezahlten Standzeiten der Busse sind eine Subvention der Ticketpreise durch Gehaltsverzicht der Fahrerinnen und Fahrer. Die Arbeitgeber waren in sechs Verhandlungsrunden nicht bereit, diesen untragbaren Zustand mit uns noch vor den Sommerferien anständig zu regeln. Jetzt müssen wir die Auseinandersetzung über eine qualitative Stärkung des ÖPNV leider im Herbst fortsetzen. Wir setzen darauf, dass die Streiks nächste Woche die Arbeitgeber endlich zum Einlenken bewegen.“

Die Verhandlungen werden am 21. und 22. September in siebter Runde fortgesetzt.

Warnstreiks finden statt:
ver.di Bezirk Fils-Neckar-Alb
An allen drei Tagen werden folgende Unternehmen bestreikt: OVG, Sihler, Fischle, RSV, Aberle, Lutz, Hartmann-Kurz, Friedrich Müller Omnibus Tübingen. Davon werden insbesondere die Stadtverkehre in Reutlingen, Plochingen, Göppingen und Geislingen betroffen sein.

Am Dienstag werden zusätzlich folgende Unternehmen in den Streik treten: Friedrich Müller Omnibus Bernhausen, Stadtverkehr Tübingen, Kocher, Schnaith.


(Quelle: ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg)

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