Kurznews
Göppingen - Auf der Spur des Rabbiners Dr. Aron Tänzer

14.09.2021 11:23 Uhr

Archiv und Museen sowie das Kulturreferat der Stadt Göppingen laden am Sonntag, 10. Oktober, zu einer Fahrt nach Hohenems in Vorarlberg/Österreich ein.

Rabbiner Dr. Aron Tänzer, vor 150 Jahren in Pressburg (heute Bratislava) geboren, war nicht nur der letzte bedeutende Rabbiner in Hohenems in Vorarlberg (1896 bis 1905) und in Göppingen (1907 bis 1937), sondern auch Historiker und Volksbildner, Begründer des Hohenemser Stadtarchivs und der Göppinger Stadtbibliothek, Feldgeistlicher im Ersten Weltkrieg und eigensinniger Patriot. Wo immer Aron Tänzer gewirkt hat, in Bern, Ungarn, Hohenems, Meran und schließlich 30 Jahre lang in Göppingen, hat er als Forscher, Sammler, Publizist und Archivar Ordnung in der Geschichte und ihren Spuren zu stiften gesucht.
An das Leben und Wirken des Rabbiners erinnern die Jüdischen Museen in Hohenems (eröffnet 1991) und Göppingen (eröffnet 1992). Archiv und Museen und das Kulturreferat der Stadt Göppingen laden am Sonntag, 10. Oktober, zu einer Fahrt nach Hohenems ein. Zunächst steht eine Führung durch das Jüdische Museum Hohenems auf dem Programm, am Nachmittag ein Rundgang durch das ehemalige jüdische Viertel. Es handelt sich um ein fast lückenlos erhaltenes, weitgehend denkmalgeschütztes Ensemble, das zusammen mit der ehemaligen Christengasse den urbanen Kern von Hohenems bildet. Der heutige Baubestand geht auf das ausgehende 18. und das 19. Jahrhundert zurück. Erhalten sind – neben den Wohnhäusern der jüdischen Familien – alle Gebäude, die den religiösen oder sozialen Gemeindefunktionen dienten: Synagoge, Mikwe (Ritualbad), Schulhaus und Armenhaus.

Am Schluss der Besichtigungen steht der Besuch des jüdischen Friedhofs, eines der bedeutendsten kulturhistorischen Zeugnisse des Landes Vorarlberg. Seine Anlage erfolgte 1617 mit der Ansiedlung jüdischer Familien. Von den rund 500 Gräbern auf dem Gelände sind 379 Grabsteine erhalten geblieben. Noch heute dient der Friedhof als Begräbnisstätte.

Die Fahrt mit einem Reisebus startet um 7:30 Uhr an der Stadthalle, Rückkehr gegen 20 Uhr. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 25 begrenzt. Die Teilnahmegebühr inklusive aller Eintritte und Führungsgebühren beträgt 60 Euro pro Person. Für die Teilnahme gilt die 3G-Regel (getestet, geimpft, genesen). Die Leitung haben Wolfram Hosch und Dr. Karl-Heinz Rueß. Eine Anmeldungen ist erforderlich per E-Mail an stadtarchiv@goeppingen.de oder unter Telefon 07161 650-9911 beim Stadtarchiv Göppingen.


(Quelle & Bild: Stadt Göppingen / Jüdisches Museum Göppingen)

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