Kurznews
Landkreis GP - Der Radschnellweg im Filstal nimmt Fahrt auf

03.05.2022 17:44 Uhr

Die Planung für die Radschnellverbindung im Filstal hat begonnen

Zwei Jahre nach dem Beschluss, eine Planung des Radschnellwegs im Filstal durchzuführen, hat sich viel getan. Am vergangenen Freitag, dem 29. April traf sich der Projektbegleitkreis zum ersten Mal im Landratsamt.

Der Arbeitskreis besteht aus den betroffenen Städten und Gemeinden, mehreren Ämtern des Landratsamts, wie Umweltschutz-, Straßenbau- und Straßenverkehrsamt, dem Regierungspräsidium Stuttgart, der Polizei und Interessenvertretern verschiedener Verbände und Vereine. Es wurden Fragen zum Trassenverlauf beantwortet und Bedenken und Kritik der Vertreterinnen und Vertreter angenommen. Diese fließen im weiteren Verlauf in den Prozess der Planung mit ein.

Seit Ende 2020 der Beschluss fiel, eine Radschnellverbindung im Filstal zwischen Ebersbach und Süßen zu planen, stand die Arbeit nicht still. Der Förderantrag für die Finanzierung der Planung für den Radschnellweg im Filstal wurde bei Bund und Land gestellt. Im Frühjahr 2021 konnten rd. 3,2 Mio. € Förderung und damit eine Förderquote von 87,5 % bewilligt werden. Der Bund trägt 75% der geschätzten Kosten, das Land übernimmt 12,5%. Die verbleibenden 12,5% der Kosten trägt der Landkreis Göppingen.

Die Projektsteuerung für das Großprojekt wird durch die wpm – ICL GmbH aus Stuttgart übernommen. Mithilfe des Büros wurden alle wichtigen Vorbereitungen zur europaweiten Ausschreibung der Planungsleistungen getroffen. In einem mehrstufigen Verfahren gaben mehrere Planungsbüros ihre Angebote für die Planungsleistungen der Radschnellverbindung ab. Durchsetzen konnte sich schließlich das Büro BIT Ingenieure AG aus Öhringen, das die Planung von Ebersbach bis Eislingen übernimmt. Unterstützung bekommen Sie dabei von Leonhardt, Andrä & Partner, welche für die Planung notwendiger Bauwerke wie Brücken und Unterführungen beauftragt sind.

Die restliche Strecke der Radschnellverbindung von Eislingen bis Süßen befindet sich in der Planung des Regierungspräsidiums Stuttgart als Teil der Rückbaumaßnahmen der alten B10. Die Planung des Teilstücks in Verantwortung des Regierungspräsidiums ist bereits weit fortgeschritten und soll voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2023 umgesetzt werden.

Seit Frühjahr 2022 ist die Planung der Strecke von Ebersbach bis Eislingen in vollem Gange. Die Grundlagenermittlung soll Ende Mai abgeschlossen sein. Dazu gehört eine Erfassung der bestehenden Radverkehrsinfrastruktur und der vorliegenden Geodaten und Pläne entlang der Strecke sowie die Klärung erster umweltrechtlicher Themenstellungen.

Im nächsten Schritt wird die Vorplanung des Radschnellwegs durchgeführt. Diese beinhaltet unter anderem die Festlegung der konkreten Trassenführung, bei der die Begleitung durch den Projektbegleitkreis, sowie Hinweise der Öffentlichkeit gefragt sind.
Interessierte Bürger werden in den Sommermonaten die Möglichkeit bekommen anhand einer Online-Karte ihre Fragen, Anmerkungen sowie Kritik entlang der Strecke und an verschiedenen Knotenpunkten miteinzubringen. Hierfür wird eine Informationsveranstaltung zur Radschnellverbindung für die Öffentlichkeit geplant, bei der die wesentlichen Planinhalte vorgestellt werden.

Ziel des ambitionierten Vorhabens ist, mit der Radschnellverbindung im Filstal die Infrastruktur im Alltagsverkehr auf der zentralen Achse im Landkreis deutlich zu verbessern. An der Strecke reihen sich nicht nur viele Wohnplätze, sondern auch Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen wie an einer Perlenkette auf. Die neue Trasse soll möglichst kreuzungsfreie durchgängige Verbindungen herstellen. Der Landkreis möchte den Anteil des Radverkehrs unter den Verkehrsträgern weiter steigern. „Dadurch können wir einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrswende leisten und die Kreisentwicklungsziele Umweltgerechte Mobilität und Klimaschutz einen wichtigen Schritt voranbringen“, erläutert der zuständige Amtsleiter Jörg-Michael Wienecke. Das Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur koordiniert die Planungen in der Kreisbehörde. Positive Effekte werden nicht nur auf der langen Strecke, sondern auch in vielen Teilabschnitten gesehen, für die mit der neuen Infrastruktur verbesserte Fahrwege geschaffen werden.


(Quelle & Bild: Landratsamt Göppingen Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur)

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