Lucha voll des Lobes
Im Rahmen seiner Sommertour besucht Manne Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, das Kinderhaus Villa Regenbogen und ließ sich über das Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut informieren. Dabei zeigte sich der Minister voll des Lobes über die großartige Umsetzung des Projektes durch die engagierten Pädagogen.
Seit November letzten Jahres fördert das Sozialministerium Baden-Württemberg im Rahmen der Strategie „Starke Kinder – chancenreich“ das Göppinger Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut. Grund genug für Minister Manfred Lucha, sich persönlich über den Projektverlauf zu informieren, schließlich ist Göppingen Modellstandort und wird seine Erfahrungen entsprechend anderen Kommunen zur Verfügung stellen. Modell-Kita ist die Villa Regenbogen und genau dort begrüßten Oberbürgermeister Alex Maier und Erste Bürgermeisterin Almut Cobet zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Sozial- und Kita-Bereich den Minister zum fachlichen Austausch.
„Kinderarmut ist auch in Baden-Württemberg und in Göppingen ein wichtiges Thema, dem wir uns auf kommunaler Ebene stellen müssen“, betonte EBMin Cobet einleitend, „auch wenn dies für die meisten nicht unmittelbar erkennbar ist.“ In Göppingen leben aktuell 10.775 Kinder von null bis 18 Jahren – davon ist jedes fünfte Kind von Armut betroffen oder bedroht. Um dieser erschreckenden Entwicklung entgegen zu wirken und generell ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wurde das Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut unter Federführung der Ersten Bürgermeisterin ins Leben gerufen. Ziel des Präventionsnetzwerks ist es, alle Akteur*innen, die mit der Thematik Kinderarmut in ihrer täglichen Arbeit konfrontiert sind, zu vernetzen.
Christina Horn, Leiterin des Referats Soziale Lebenslagen und Bürgerschaftliches Engagement bei der Stadt Göppingen, erläuterte diese Netzwerkarbeit, das bisher geleistete und angestrebte Ziele. Grundsätzlich sollen mit Projekten und Aktionen des Netzwerkes Hilfe und Unterstützung dort ankommen, wo sie letzten Endes dringend benötigt werden, nämlich in den Familien. So soll es beispielsweise im Herbst eine Aktion zum Thema „armutssensibles Handeln“ geben. Innerhalb des Präventionsnetzwerks nimmt das Kinderhaus Villa Regenbogen eine wichtige Stellung ein. Das Team bietet den Familien vor Ort altersgerechte Projekte für ihre Kinder und Unterstützung für die Eltern, um deren gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Der Aufbau einer gelingenden Erziehungspartnerschaft, die Begleitung der Familien, erfolgt dort bereits ab der Platzzusage. Kommen die Kinder schließlich in die Kita, konnte schon ein Vertrauensverhältnis zur Familie aufgebaut und falls erforderlich Hilfen geleistet werden.
Manne Luche ist überzeugt, „jedes Kind, dem wir einen Weg weisen können, das raus aus der Alimentierung kommt, ist ein Geschenk für uns und für das Kind.“ Deshalb sei es für ihn wichtig Rückmeldungen aus der Projekt-arbeit zu bekommen, um zu sehen, ob man das richtige tue. Er dankte allen in Göppingen engagierten Erzieherinnen und Erziehern, sowie allen im Netzwerk Aktiven, für ihre wertvolle Arbeit.
Aktuell sind nur die Jüngsten mit ihren Familien im Blick der Präventionsarbeit, doch, wenn möglich, so EBMin Cobet zum Abschluss, wolle man in einem nächsten Schritt weitere Altersgruppen mit einbeziehen. Denn Armut höre schließlich nicht mit der Einschulung auf.
Ansprechpartnerin für alle, die im Netzwerk mitwirken möchten, ist Helena Schniepp, Koordinatorin Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut, Telefon 07161 650-5280,
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(Quelle & Bild: Stadt Göppingen)