Kurznews: Göppingen - Standortentscheidung für das neue Verwaltungszentrum ist gefallen

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Göppingen - Standortentscheidung für das neue Verwaltungszentrum ist gefallen

20.09.2022 17:22 Uhr

Neues Verwaltungszentrum in Göppingen

Die Stadtverwaltung stößt mit dem Vorschlag, an der Göppinger Bahnhofstraße ein Verwaltungszentrum zu bauen, auf Zustimmung. Am Donnerstag entscheidet der Gemeinderat, wie es weitergeht, was das alles kostet und wie lange die Göppinger darauf warten sollen.

Am Donnerstag steht die Abstimmung im Gemeinderat an. Und es sieht gut aus für eine Mehrheit für den von der Verwaltung favorisierten Standort des geplanten neuen Verwaltungszentrums auf dem Staufen-Pharma-Areal. Vorgeschichte: Die Stadt hatte bereits 2014 geplant, fünf Dienststellen, die nicht im Rathaus am Marktplatz unterkommen können und in der Stadt verteilt sind, in einem Neubau an den Bahngleisen zu bündeln. Den fast fertigen Neubau gab die Stadt dann aber im Jahr 2019 ab, um ein neues Domizil für die Firma Teamviewer zu schaffen. Jetzt soll das „Rathaus II“ neu angegangen werden, nur einen Steinwurf entfernt an der Bahnhofstraße.

Baubürgermeisterin Eva Noller nannte bei der Vorberatung im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) zwei entscheidende Kriterien. Von den untersuchten vier Varianten seien mit dem Technischen Rathaus an der Nördlichen Ringstraße und dem Staufen-Pharma-Areal zwei übriggeblieben. Für das Staufen-Pharma-Areal sprächen die Zentrumsnähe und gute Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr am ZOB sowie die bessere Wirtschaftlichkeit.

Um das Areal zu entwickeln, müsse man es allerdings in ein neues Städtebauprogramm mit der Aussicht auf Fördermittel bringen.
Deswegen sei jetzt eine Standortentscheidung nötig, auch wenn es noch einen längeren Zeitraum dauern werde bis zum geplanten Baubeginn im Jahr 2028 und zum Einzug 2030. Das sei kein Nachteil, sondern bei drei anstehenden großen Projekten realistisch. Die Stadt muss auch die Sanierung des Hohenstaufen-Gymnasiums mit geplanter Fertigstellung 2026 und die neue Feuerwehrhauptwache mit geplanter Fertigstellung 2028 schultern. Immerhin nimmt die Stadt mit diesen drei Projekten nach jetziger Berechnung knapp 100 Millionen Euro in die Hand, was Noller als eine „nachhaltige Investition in Werte“ bezeichnete.

Die Baubürgermeisterin sagte, das Ziel sei, in einer Gesamtplanung ein gemischtes urbanes Gebiet mit innerstädtischem Wohnen und städtischer Dienstleistung mit Anbindung zur Innenstadt zu entwickeln. Auch wenn die Investitionssumme mit 32 Millionen Euro im Vergleich zur Variante mit Umbau des Technischen Rathauses mit 27 Millionen höher aussehe, müsse man dabei noch andere Faktoren einbeziehen. Man brauche beim Technischen Rathaus für viele städtische Mitarbeiter eine Interimslösung. Das Gebäude, für das es keine Zuschüsse gebe, entspreche nicht mehr den Vorgaben.

Stadtkämmerer Rudolf Hollnaicher sagte, bei einem neuen zentralen Standort spare die Stadt beispielsweise bisherige enorm hohe Betriebskosten und Mietkosten ein, ganz abgesehen von einem dann zuverlässig funktionierenden Internet. Die Notwendigkeit für ein neues Verwaltungszentrum habe sich seit 2014 nicht verändert.
Im AUT sprachen sich die Vertreter von Grünen, SPD, FDP, Freien Wählern und Linken/Piraten grundsätzlich für eine Entscheidung und positive Begleitung zugunsten des Staufen-Pharma-Areals aus. Fragen und Anregungen gab es zum Zusammenhang zwischen Preissteigerungen und gleichbleibenden Fördermitteln, zur zahlenmäßigen Entwicklung von Büroarbeitsplätzen in der Verwaltung und zur möglichen Versorgung mit einer Kita auf dem Areal.

Hinweis: Die Skizze bildet lediglich die Darstellung der Bauvolumina ab und zeigt keinen städtebaulichen oder architektonischen Entwurf.


(Quelle & Bild: Stadt Göppingen)

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