Kurznews: Göppingen - Kreishandwerksmeister schlägt wegen hoher Spritpreise Alarm und verfasst offenen Brief an Kanzler

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Göppingen - Kreishandwerksmeister schlägt wegen hoher Spritpreise Alarm und verfasst offenen Brief an Kanzler

30.03.2026 17:38 Uhr

Handwerk schlägt wegen explodierender Spritpreise Alarm


Der Göppinger Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid hat Bundeskanzler Friedrich Merz in einem offenen Brief wegen der hohen Spritpreise kritisiert. Diese brächten viele Handwerksbetriebe an ihre finanziellen Grenzen, da sie auf Fahrzeuge und Maschinen angewiesen seien. Schmid fordert eine schnelle Entlastung, um den Erhalt von Betrieben und Arbeitsplätzen im Filstal zu sichern. Zudem stellt er Fragen zu den zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen durch die gestiegenen Benzinpreise – laut Schmid rund 20 Millionen Euro pro Tag – und fordert, diese Mittel gezielt zur Unterstützung betroffener Betriebe einzusetzen. 

Hier der komplette offene Brief von Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid an Bundeskanzler Friedrich Merz:

Handwerk im Kreis Göppingen fordert Entlastung bei explodierenden Kraftstoffkosten

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

als Kreishandwerksmeister im Kreis Göppingen wende ich mich heute öffentlich an Sie, weil die Lage vieler Handwerksbetriebe zunehmend kritisch wird.

Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise stellen für unsere Betriebe eine erhebliche und oft existenzielle Belastung dar. Das Handwerk ist in besonderem Maße auf Mobilität angewiesen – steigende Spritkosten schlagen daher unmittelbar auf die Betriebskosten durch.

Während unsere Betriebe mit diesen Belastungen kämpfen, wird gleichzeitig bekannt, dass der Staat durch die steigenden Preise zusätzliche Einnahmen aus der Mehrwertsteuer erzielt. Schätzungen zufolge belaufen sich diese Mehreinnahmen auf rund 20 Millionen Euro täglich.

Für viele Unternehmerinnen und Unternehmer im Handwerk ist dies schwer nachvollziehbar. Es entsteht der Eindruck, dass der Staat von einer Entwicklung profitiert, die gleichzeitig zahlreiche Betriebe wirtschaftlich unter Druck setzt.

Ich stelle daher öffentlich folgende Fragen:
- Wie hoch sind die tatsächlichen zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen aus gestiegenen Kraftstoffpreisen?
- Warum werden diese Mittel nicht gezielt zur Entlastung besonders betroffener Branchen wie dem Handwerk eingesetzt?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Handwerks zu sichern?

Das Handwerk ist eine tragende Säule unserer regionalen Wirtschaft. Wenn Betriebe aufgrund steigender Kosten unter Druck geraten, hat dies direkte Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Ausbildung und Versorgung vor Ort.

Ich appelliere daher an die Bundesregierung, schnell und entschlossen zu handeln und für eine spürbare Entlastung zu sorgen.

(Quelle: Jürgen Schmid)


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