02.04.2026 16:01 Uhr
Land unterstützt kommunale Betreuung in Sparwiesen
Das kommunale Betreuungsangebot in der Grundschule des Uhinger Stadtteils wird immer beliebter. Das Land Baden-Württemberg fördert dieses Angebot mit einem Zuschuss. Davon ist nun ein neuer Spielplatz auf dem Schulgelände entstanden. Mehr als 130 Mädchen und Jungen lernen von der 1. bis zur 4. Klasse in der Grundschule in Sparwiesen. Wenn sie nach den Osterferien zurück in den Schulalltag starten, werden sie eine Besonderheit vorfinden: einen neuen Spielplatz. Das hängt maßgeblich mit der steigenden Beliebtheit des kommunalen Betreuungsangebots zusammen.
8 Wochen lang waren Bagger und anderes schweres Gerät sowie kräftige Frauen und Männer des Uhinger Bauhofs sowie der Firma Tollerei aus dem Stadtteil Sparwiesen im Einsatz, um die alten Spielgeräte durch die neuen zu ersetzen. Da die Grundschule in Sparwiesen mit der Kernzeitbetreuung eine Betreuung vor und nach dem regulären Unterricht anbietet, erhielt die Stadt Uhingen einen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg zur Umsetzung des Investitionsprogramms zur Durchführung des Ganztagsfinanzhilfegesetzes. In den vergangenen Jahren stieg die Nachfrage an der Kernzeitbetreuung deutlich: Nutzten im Schuljahr 2015/2016 noch 16 Mädchen und Jungen das Angebot, waren es im Schuljahr 2020/2021 schon 35 Kinder und im Schuljahr 2025/2026 sogar 85 Schülerinnen und Schüler. „So viele Kinder konnten nicht mehr in den über viele Jahre genutzten Räumen im Untergeschoss der Grundschule betreut werden“, erklärt Yvonne Klockow, die seitens der Stadtverwaltung die Kernzeitbetreuung in den Uhinger
Schulen verantwortet. Im Jahr 2024 wurde das Dachgeschoss der Grundschule ausgebaut, um den Materialraum im Erdgeschoss unters Dach zu verlegen. Ein zusätzlicher, heller Betreuungsraum ist entstanden, der vorerst mit übrigen Tischen und Stühlen der Grundschule ausgestattet wurde. „Durch den Landeszuschuss ist es uns nun auch möglich, die Betreuungsräume noch etwas aufzuwerten und schöner einzurichten“, sagt Yvonne Klockow.
Ein weiterer Teil der finanziellen Förderung durch das Land ist die qualitative Verbesserung der Bewegungsangebote im Außenbereich aufgrund der steigenden Betreuungszahlen, heißt es in der Förderzusage. „Passend zur Erweiterung und Ausstattung der Betreuungsräume im Erdgeschoss der Grundschule wurde der Spielplatz aufgewertet, was nicht nur aus baulicher Sicht das Betreuungsangebot in Sparwiesen abrundet und aufwertet“, erklärt Timo Siebeneich vom Stadtbauamt.
Und Aufwertung trifft es allemal, was da entstanden ist. Wo noch Anfang des Jahres ein simples Klettergerüst gestanden ist, erhielten die Kinder einen Ort, an dem Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft sichtbar und erlebbar sind. „Im Zentrum steht ein Hangelwald aus vielen bunten Seilen, sternförmig ausgerichtet, sodass Kinder aus allen Richtungen hineinströmen können“, erklärt Nina Dreißig von den Spezialisten der Tollerei. Zur Mitte hin verdichten sich die Seile zu einem höchsten Punkt auf drei Metern – „ein spielerischer Gipfel, der zum Klettern, Hangeln und Entdecken einlädt und den natürlichen Bewegungsdrang vieler Kinder gleichzeitig aufnimmt“.
Den Hangelwald umrahmt eine halbkreisförmige Kletterlandschaft aus naturgewachsenen Robinienstämmen, Podesten, Netzen, einer Palisadenhängebrücke und Findlingen. Sie führt auf ein Podest mit Rutschstange und bietet vielfältige Wege, Schwierigkeitsgrade und Abenteuer. „Die Anlage ist so gestaltet, dass viele Kinder parallel spielen können, ohne sich in ihrer Bewegung zu behindern – ein Ort, der Energie auffängt und in ein dynamisches Miteinander verwandelt“, sagt Nina Dreißig.
Verwendet hat die Tollerei dafür Seile, die aus einer kleinen Manufaktur in der Schweiz noch traditionell hergestellt werden. Die rindenlosen Stämme, Markenzeichen der Tollerei, sind robuste Robinien. Ergänzt wird das tollerei-typische Spielplatz-Design durch Granitsteine, die speziell für jeden Spielplatz aufgrund von Form, Farbe und Oberfläche einzeln ausgesucht werden. „Die Steine schreien förmlich: Klettert auf mir herum!“, sagt Leander Dreißig lachend.
„In Uhingen investieren wir immer wieder in den Bestand“, erklärt Bürgermeister Matthias Wittlinger. Damit könne ein Sanierungsstau vermieden werden. „So ein Spielplatz ist in erster Linie ein Invest in unsere Kinder und in zweiter Linie in den Wirtschaftsstandort Uhingen.“
(Quelle und Bild: Stadt Uhingen)
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