07.05.2026 10:21 Uhr
Seit Anfang April 2026 liegt die Genehmigung des Haushalts 2026 durch die Kommunalaufsicht vor.
Am 16.12.2025 wurde der Haushaltsplanentwurf 2026 mit den Finanzplanjahren 2027 bis 2029 in den Gemeinderat eingebracht. Die Beratung mit den Haushaltsanträgen der Fraktionen erfolgte dann in der Sitzung am 24.02.2026.
Zum Abschluss der diesjährigen Haushaltsberatungen am 17.03.2026 wurde der Haushaltsplan 2026 einstimmig vom Gremium beschlossen. Der Haushaltsplan wird vom 29. April 2026 bis 11. Mai 2026 im Rathaus zur Einsichtnahme öffentlich ausgelegt.
Die Rahmenbedingungen sind wie schon in den vergangenen Jahren schwierig. Inflation, steigende Fremdkapitalzinsen, Fachkräftemangel, hohe Energiekosten, der Angriffskrieg in der Ukraine, der Krieg im Iran mit seinen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation stellen die Verwaltung und den Gemeinderat weiter vor große Herausforderungen.
Der Haushaltsplan 2026 hat ein Volumen von über 50,9 Millionen Euro. Bei Planerträgen von 48,2 Millionen Euro und einem vorgesehenen Sonderergebnis von 2,2 Millionen Euro wird ein Gesamtergebnis von rund minus 0,5 Millionen Euro erwartet. In 2027 nähert sich der Plan für das Gesamtergebnis mit minus 51.000 Euro der „schwarzen Null“. Für das Jahr 2028 ist mit 3,9 Millionen Euro ein positives Gesamtergebnis eingeplant und 2029 wird das Gesamtergebnis mit minus 1 Millionen Euro geplant.
Die Finanzplanjahre 2027 bis 2029 erzielen positive Zahlungsmittelzuflüsse in den Finanzhaushalt. Dies gelingt für das Haushaltsjahr 2026 nicht, was dazu führt, dass die geplanten Kreditermächtigungen nicht in vollem Umfang beansprucht werden dürfen. Die Kreditermächtigungen wurden vom Kommunalamt im Kernhaushalt mit 4.944.250 Euro und bei den Eigenbetrieben mit insgesamt rund 3,6 Millionen Euro genehmigt. In den letzten Jahren wurden die Kreditermächtigungen nicht vollständig ausgeschöpft.
Trotz der angespannten Finanzlage bleibt es der Stadtverwaltung ein großes Anliegen, sich der Kinderbetreuung, der Bildung, der Infrastruktur und dem Klimawandel optimal anzunehmen. Beispielsweise sind für 2026 Investitionen für den Hochwasserschutz, den Katastrophenschutz sowie Sanierungsarbeiten in den Schulen eingeplant. Weitere Projekte sind die Umgestaltung des Bourg-lès-Valence-Platzes sowie PV-Anlagen, energetische Gebäudesanierungen und Investitionen in die Radwege. Damit auch in Zukunft solche Investitionen möglich bleiben, wird auch bei der Bewirtschaftung des neuen Haushaltes auf die bewährten Steuerungsinstrumente zurückgegriffen werden müssen. Zudem soll gemeinsam mit dem Gemeinderat auch die erfolgreiche Arbeit der Haushaltsstrukturkommission fortgeführt werden.
(Quelle: Stadt Ebersbach an der Fils, Bild: Leo Rohrsetzer)
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