Kurznews: Geislingen - Stadtverwaltung stärkt Krisenvorsorge

Kurznews

Geislingen - Stadtverwaltung stärkt Krisenvorsorge

27.05.2026 10:22 Uhr

Welche Krisenszenarien stellen für unsere Stadt besondere Herausforderungen dar? Um potenzielle Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und wirksame Strategien für deren Bewältigung zu entwickeln, hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten einen eigenen Krisenstab aufgebaut und diesen gemeinsam mit Krisenexperten der EnBW gezielt vorbereitet.

Die Ergebnisse dieser intensiven Zusammenarbeit wurden in einem individuellen Krisenhandbuch gebündelt, das den Krisenstab künftig strukturiert, handlungsorientiert und sicher durch mögliche Ernstlagen führt.

Den offiziellen Abschluss des Projekts bildeten eine praxisnahe Krisenübung sowie die formelle Übergabe des Krisenhandbuchs an Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia und sein Team durch Margot Fritz vom Kommunalen Notfall- und Krisenmanagement der EnBW AG. Mit einem klaren Schwerpunkt auf die Szenarien Starkregen, Hochwasser und langanhaltende Stromausfälle ist unsere Stadt damit nun gezielt und belastbar aufgestellt, um in Krisensituationen schnell, professionell und effektiv reagieren zu können.

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den Krisenexperten der EnBW hat die Kommune nachhaltig gestärkt. Über mehrere Monate hinweg wurden in gemeinsamen Workshops konkrete Strategien für unterschiedliche Bedrohungslagen erarbeitet. Sämtliche Schutzziele wurden systematisch analysiert und mit passgenauen Maßnahmen hinterlegt. Alle relevanten Inhalte wurden in einem speziell auf unsere Stadt zugeschnittenen Krisenhandbuch zusammengeführt.

Dieses Handbuch enthält alle zentralen Pläne und Arbeitsmittel für den Ernstfall – darunter die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Krisenstabs, Analysen der kritischen Infrastruktur, Ressourcenübersichten, Evakuierungskonzepte sowie Alarmierungs- und Kriseneinsatzpläne. „Man kann es durchaus als eine Art ‚Führerschein für den Notfall‘ bezeichnen“, erklärt Ordnungsamtsleiter Manuel Birle. „Das Krisenhandbuch wird kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Rahmenbedingungen angepasst. So schaffen wir die Grundlage, im Ernstfall schnell, strukturiert und wirksam handeln zu können.“

Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia unterstrich die Bedeutung einer umfassenden Krisenvorsorge: „In Krisenzeiten müssen wir entschlossen und professionell handeln. Das ist nicht nur unsere Pflicht, sondern auch der berechtigte Anspruch der Bürgerinnen und Bürger. Die EnBW hat uns dabei hervorragend unterstützt. Das gemeinsam erarbeitete Krisenhandbuch ist ein zentrales Instrument, um dieser Verantwortung gerecht zu werden.“
Auch Margot Fritz, Krisenexpertin der EnBW AG, hob die erfolgreiche Partnerschaft hervor: „Diese Zusammenarbeit zeigt, wie entscheidend es ist, lokale Besonderheiten und konkrete Anforderungen zu berücksichtigen. Die Krisenhandbücher und insbesondere die Übung sind Ausdruck unseres Engagements, Städte und Gemeinden nachhaltig bei der Bewältigung von Krisen zu unterstützen.“

Angesichts zunehmender Naturereignisse und komplexer Schadenslagen sei eine vorausschauende Vorbereitung unerlässlich, ergänzt Manuel Birle: „Die intensive Auseinandersetzung mit Krisenprävention und vor allem mit konkreten Maßnahmen zur Bewältigung ist für Kommunen jeder Größe von zentraler Bedeutung – insbesondere in bewegten Zeiten.“

Die abschließende Übung bestätigte den eingeschlagenen Weg. Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia lobte die Unterstützung durch die EnBW und betonte: „Die Workshops und die Übung waren äußerst effizient und zielführend. Theorie allein reicht jedoch nicht aus. Erst durch das praktische Durchspielen eines realistischen Szenarios gewinnen wir Sicherheit. Wir haben als Kommune stark profitiert, weil wir den Ernstfall gemeinsam durchdacht und erprobt haben – und nun genau wissen, worauf es ankommt.“

Zum Abschluss erklärte der Oberbürgermeister: „Wir hoffen natürlich, von Krisenereignissen verschont zu bleiben. Sollte es dennoch dazu kommen, sind wir heute deutlich besser vorbereitet.“ 

(Quelle & Bild: Stadt Geislingen an der Steige)


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