03.06.2026 13:22 Uhr
Der Schutz junger Waldbäume darf nicht zur Belastung für die Umwelt werden. Unter diesem Leitgedanken sind sämtliche Flächen auf denen Wuchshüllen in Gemeindewäldern genutzt werden nach Stückzahl und Lage erfasst. Die regelmäßige Kontrolle der Pflanzflächen sowie der rechtzeitige Rückbau und die fachgerechte Entsorgung ausgedienter Kunststoff-Wuchshüllen stellen somit eine der wichtigen Aufgaben in den Forstrevieren dar.
Bei Neupflanzungen wird bereits seit einiger Zeit vollständig auf biologisch abbaubare Wuchshüllen zurückgegriffen.
„Der Waldumbau hin zu klimaresistenten Mischwäldern erfordert den Schutz und die Förderung junger Kulturen – aber wir dürfen dabei keinen Plastikmüll im Ökosystem hinterlassen“, betont Philipp König, Revierförster in Albershausen.
Umstellung auf biobasierte Alternativen
Um das Problem an der Wurzel zu packen, zog das Forstamt Göppingen in den betreuten Gemeindewäldern schon vor einiger Zeit einen Schlussstrich unter die Verwendung konventioneller erdölbasierter Wuchshüllen bei Neuaufforstungen. Stattdessen kommen nun neben Zäunen und Hordengattern aus Holz ausschließlich Wuchshüllen aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. Holzfasern zum Einsatz. Optisch unterscheiden diese sich kaum von den bisher verwendeten Kunststoffprodukten. Der entscheidende Vorteil: Die biobasierten Wuchshüllen zersetzten sich vollständig im Wald und der arbeitsintensive Rückbau entfällt.
Durch den konsequenten Abbau herkömmlicher Wuchshüllen und dem Umstieg auf nachhaltige Alternativen leistet das Forstamt Göppingen einen entscheidenden Beitrag für einen sauberen und plastikfreien Wald von Morgen.
Die Schüler:innen der Berufsvorbereitungsklasse des IB-Bildungszentrums Eislingen nutzen am 06.05.2026 die Gelegenheit sich aktiv im Wald zu engagieren und so in die forstliche Arbeitswelt hinein zu schnuppern. Nach einer kurzen Einweisung packten die Schüler:innen gemeinsam mit den beiden Lehrerinnen tatkräftig mit an. Auf einer Pflanzfläche bauten sie mit großer Motivation 1750 ausgediente Wuchshüllen ab und entsorgten diese fachgerecht. Anschließend demonstrierte Revierförster Philipp König an einigen der jungen Bäume ein qualifizierender Rückschnitt, den die Schüler:innen danach selbstständig durchführen konnten.
(Quelle: Landratsamt Göppingen, Bild: Iris Freiwald)
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