05.11.2026 15:34 Uhr
21. Sitzung des Klimaschutzbeirates befasste sich mit den Auswirkungen extremer Hitze und Trockenheit
Göppingen, 05.11.2026 – Die außergewöhnlich hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit haben im Jahr 2026 auch im Landkreis Göppingen deutliche Auswirkungen gezeigt. In seiner 21. Sitzung befasste sich der Klimaschutzbeirat am Dienstag, 03.11.2026, unter dem Titel „Hitze und Dürre 2026 – vom Rückblick zur Vorsorge“ mit den Erfahrungen aus den zurückliegenden Monaten. Auch wurde diskutiert, wie bestehende Vorsorgemaßnahmen weiterentwickelt und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure verbessert werden kann. Wie außergewöhnlich die Situation war, verdeutlichten folgende Zahlen: Bis Ende September lag die Durchschnittstemperatur im Landkreis um 4,4 °C über dem langjährigen Mittel. Hinzu kamen 35 Tage mit Temperaturen über 30 °C und weitere 45 Tage mit über 25 °C. Die Folgen waren in zahlreichen Bereichen spürbar: Bis zu 25 Prozent mehr Notaufnahmen am Alb-Fils-Klinikum an besonders heißen Wochenenden, ausgetrocknete Bachläufe, Fischsterben in stehenden Gewässern,
landwirtschaftliche Ertragseinbußen sowie zwei kleinere Waldbrände in Geislingen und Dürnau.
Den Mitgliedern des Beirates wurden die ergriffenen Maßnahmen des Landkreises vorgestellt, um mit der Hitze und Dürre umzugehen: Die Maßnahmen umfassten kommunikative, informative, aber auch reglementierende Elemente: von Waldbrandwarnungen über Gesundheitstipps bis hin zum Verbot, Wasser aus Bächen und Seen zu schöpfen.
Die Mitglieder des Klimaschutzbeirats berichteten über ihrerseits ergriffene Maßnahmen. Es wurde intensiv über Verbesserungsmöglichkeiten, Ausbau von Etabliertem und weiteren Abstimmungsmöglichkeiten diskutiert. Zum Abschluss wurden die Ideen für neue Maßnahmen gesammelt, von einer vermehrten Flächenentsiegelung über noch intensivere Kommunikationsmaßnahmen bis hin zu Prozessänderungen für schnelleres Handeln.
Ziel ist es, vorhandene Strukturen und Erfahrungen noch besser zu nutzen und die Zusammenarbeit bei künftigen Hitze- und Trockenperioden weiter zu verbessern. Die hierzu eingebrachten Vorschläge werden nun auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.
Neben der Anpassung an die Folgen des Klimawandels bleibt auch die konsequente Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Landkreises. Dies unterstrich der Erste Landesbeamte Jochen Heinz: „Die Erfahrungen dieses Jahres verdeutlichen, wie wichtig eine frühzeitige und abgestimmte Vorsorge ist. Dabei können wir auf bestehenden Maßnahmen und einer guten Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aufbauen. Gleichzeitig dürfen wir bei aller Klimafolgenanpassung den Klimaschutz nicht aus dem Blick verlieren. Denn neben der Vorsorge bleibt es entscheidend, auch die Ursachen des Klimawandels weiter zu begrenzen.“
Hintergrund:
Der Klimaschutzbeirat des Landkreises Göppingen besteht aus 27 Institutionen, darunter Unternehmen, Energieversorger, die Kreistagsfraktionen, Bildungseinrichtungen, Kommunen, Medienanstalten und Verbände. So werden viele unterschiedliche Verantwortlichkeiten und Perspektiven zum Thema Klimaschutz und Klimawandelanpassung zusammengebracht. Das Ziel ist dabei nicht nur, über aktuelle innovative Trends zu informieren, sondern auch, Synergien herzustellen und in Schaffungsprozessen verschiedene Perspektiven zu hören und aufzunehmen, wie bspw. für die Maßnahmenausgestaltung der Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte im Landkreis.
(Quelle und Bild: Landratsamt Göppingen und Thomas Maier, Forstamt)
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